Die Wunden des Staates
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Die Wunden des Staates

By Verena Pawlowsky
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Book Description

The study’s subject is the assistance for the victims of World War I in Austria. It explains the numerous measures taken in favour of disabled veterans and war widows during the war and in the post-war period and describes the powerful organisations of the invalids. The assistance for war victims expressed very early social policy as supported by the state.

Das Buch nimmt die Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs in den Blick. Es rekonstruiert das für Kriegsbeschädigte, Witwen und Waisen geschaffene Versorgungssystem sowie die Entwicklung seines normativen Rahmens in der Habsburgermonarchie und in der Ersten Republik. Die Autoren betonen die Rolle der Invaliden im Kampf um ihre Rechte und analysieren die Schaffung des Versorgungsystems für Kriegsopfer als einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum modernen Sozialstaat.

Table of Contents
  • Die Wunden des Staates
    • Cover
    • Backcover
    • Impressum
    • ISBN 978-3-205-79598-8 Web-Link zur Buchdetailseite der Printausgabe
  • Inhalt
  • 1 Einleitung
    • 1.1 Starke Bilder – Grundriss einer Studie
      • 1.1.1 Krieg, Opfer, Fürsorge  : Kriegsopferfürsorge als Beginn moderner wohlfahrtsstaatlicher Politik
      • 1.1.2 Kriegsende als Wende
      • 1.1.3 Die Akteure
      • 1.1.4 Opfer und Geschlecht
      • 1.1.5 Zeitliche, räumliche und andere Grenzen
      • 1.1.6 Forschungsstand
      • 1.1.7 Quellen
    • 1.2 Kriegsinvalide – Kriegsbeschädigte – Kriegsopfer  : Benennungen und Definitionen
      • 1.2.1 Gesundheitsschäden
  • 2 Invalidenrenten, Verwundungszulagen, staatliche Unterstützungen, Zuwendungen, Unterhaltsbeiträge  : Die Gesetzgebung der Monarchie
    • 2.1 Inkonsequente Rechtssetzung  : Wehrpflicht und Militärversorgung
    • 2.2 Späte Berücksichtigung der Angehörigen
    • 2.3 Unzulänglichkeiten trotz neuer Prinzipien  : Die Militärversorgung bei Kriegsbeginn
    • 2.4 Der normative Rahmen der Kriegsbeschädigtenversorgung während des Krieges
      • 2.4.1 Provisorien und ihr Ausbau
      • 2.4.2 Minderung der Erwerbsfähigkeit
      • 2.4.3 Parlamentarische Korrekturen
      • 2.4.4 Höhe der Leistungen
      • 2.4.5 Gescheiterte Reformen
      • 2.4.6 Interventionsversuche des Sozialministeriums
    • 2.5 Resümee
  • 3 Von der Wiederherstellung zur Wiedereingliederung  : Die soziale Kriegsbeschädigtenfürsorge im Krieg
    • 3.1 Arbeitspflicht
    • 3.2 Die „Erfindung“ der sozialen Kriegsbeschädigtenfürsorge
    • 3.3 Etablierung einer neuen Verwaltungsstruktur  : Die Landeskommissionen zur Fürsorge für heimkehrende Krieger
    • 3.4 Militär- und Zivilverwaltung
  • 4 Invalidenschulung
    • 4.1 Ausbau von Heilstätten und Arbeitstherapie
    • 4.2 Exkurs  : Schulung in der Invalidenstadt
    • 4.3 Die „Invalidenschulaktion“ – Administration, Einrichtungen, Partner
    • 4.4 Standeswahrung und Aufstiegsverheißung
    • 4.5 Militärische versus zivile Interessen
    • 4.6 Schulungszwang  ?
      • 4.6.1 Arbeitsethos versus Arbeitsscheu
      • 4.6.2 Gesetzlicher Zwang in Diskussion
    • 4.7 Erfolg oder Misserfolg  ? Die Zahlen
  • 5 Platzierung auf dem Arbeitsmarkt  : Die k. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide
    • 5.1 Gründung und Aufbau
    • 5.2 Schwierigkeiten in der Praxis
      • 5.2.1 Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage
      • 5.2.2 Kriegsbeschädigt = unvermittelbar?
      • 5.2.3 Exkurs  : Arbeitsplätze im Staatsdienst  ?
  • 6 Die Verwaltung  : Schwachpunkt der sozialen Kriegsbeschädigtenfürsorge
    • 6.1 Inspektion und Werbekampagne 1916
    • 6.2 Zwischenbilanz 1917
    • 6.3 Reorganisation 1918
      • 6.3.1 Mangelnder Überblick
      • 6.3.2 Bezirksfürsorgestellen, Ortsgruppen, Vertrauensmänner
      • 6.3.3 Die „individualisierende“ Fürsorge
  • 7 Die Organisierung der Kriegsbeschädigten
    • 7.1 Selbstermächtigung  : Die Entstehung einer Gruppe
    • 7.2 Der „Zentralverband“
      • 7.2.1 Die Anfänge
      • 7.2.2 Eine sozialdemokratische Gründung  ?
  • 8 Das Invalidenentschädigungsgesetz
    • 8.1 Der Weg zum Gesetz
    • 8.2 Gesetz für Helden oder Gesetz für Märtyrer  ?
    • 8.3 Das Gesetz in seiner ersten Fassung
      • 8.3.1 Die Anspruchsberechtigten
      • 8.3.2 Die Leistungen
      • 8.3.3 Behörden und Verfahren
    • 8.4 Neue Rahmenbedingungen  : Rechtsanspruch und Mitbestimmung
    • 8.5 Neue Bestimmungen
      • 8.5.1 Die Geldleistungen  : Komplexes Berechnungsmodell
      • 8.5.2 Die MdE  : Erwerbsarbeit als Maßstab
      • 8.5.3 Die Ortsklassen  : Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenshaltungskosten
      • 8.5.4 Die Vorbildungsstufen  : Standesschutz für Junge
      • 8.5.5 Das frühere Einkommen  : Standesschutz für Ältere
      • 8.5.6 Die Rentenhöhe  : Kampf gegen die Inflation
    • 8.6 Die Hinterbliebenenrenten
      • 8.6.1 Witwenrenten  : Gleichstellung der Lebensgefährtin
      • 8.6.2 Waisenrenten  : Bildungschancen für Arme  ?
      • 8.6.3 Andere Hinterbliebenenrenten – die Ausnahme
    • 8.7 Resümee  : Vergleichende Bewertung des IEG
  • 9 Die Invalidenbewegung
    • 9.1 Spaltungen und Einigungsversuche  : 1919–1920
      • 9.1.1 Zählung der Vereine
      • 9.1.2 Zwei Sonderfälle  : Die Organisationen der Kriegsblinden und der „Intellektuellen“
        • 9.1.2.1 Die Kriegsblinden
        • 9.1.2.2 Die „Intellektuellen“
    • 9.2 Aufruhr und Beruhigung  : Drei Beispiele
      • 9.2.1 Die Schleierbaracken
        • 9.2.1.1 Das Ende der Invalidenschulung
        • 9.2.1.2 Genossenschaftsgründung
      • 9.2.2 Schloss Laxenburg
        • 9.2.2.1 Große Pläne und Besetzung
        • 9.2.2.2 Abbauaktion und Gründung des Kriegsgeschädigtenfonds
      • 9.2.3 Zwischen Palais und Kaserne  : Die Adressen des Zentralverbandes
    • 9.3 Konsolidierung des Zentralverbandes  : 1920
      • 9.3.1 Strukturdebatte und Stadt-Land-Gegensatz
      • 9.3.2 Das Bemühen um Überparteilichkeit
    • 9.4 Resümee – Die Waffe hat einen Namen  : Organisation
  • 10 Die Praxis des Invalidenentschädigungsgesetzes
    • 10.1 Die Aufnahme des Gesetzes durch den Zentralverband
    • 10.2 Das Verfahren
      • 10.2.1 Ansturm der Antragsteller
      • 10.2.2 Verzögerungen
    • 10.3 Adaptierung oder Neustart  ? – Die 7. Novelle
      • 10.3.1 Der Kampf gegen die Zuverdienstgrenze – Der Paragraf 29
      • 10.3.2 Die Teuerungszulagen
      • 10.3.3 Die Vollendung eines Weges – weitere Änderungen durch die 7. Novelle
      • 10.3.4 Der Preis der Vereinfachung  : die Einheitsrente
    • 10.4 Resümee  : Vom Entschädigungs- zum Versorgungsgesetz
  • 11 Staatliche Fürsorge jenseits des Invalidenentschädigungsgesetzes
    • 11.1 Die Fonds der karitativen Kriegsbeschädigtenfürsorge
    • 11.2 Die Sachdemobilisierungsabgabe  : Kriegsgüter für Kriegsbeschädigte
    • 11.3 Die Spielabgabe  : „Besteuerung der Gemütlichkeit“  ?
    • 11.4 Vereinssubventionierung  : eine „Kollektivfürsorge“
  • 12 Maßnahmen zur beruflichen Reintegration
    • 12.1 Kriegsbeschädigte Bundesangestellte
      • 12.1.1 Privilegierte Staatsanstellungen
      • 12.1.2 Evidenzler
      • 12.1.3 Protokollarinvalide
    • 12.2 Kriegsbeschädigte Trafikanten  : Der Tabakverschleiß
    • 12.3 Das Invalidenbeschäftigungsgesetz
      • 12.3.1 Die Fakten  : Pflichtzahl, Ausgleichstaxe, Einstellungsschein – Das Gesetz von 1920
      • 12.3.2 Die Vorgeschichte
      • 12.3.3 Widerstände und Anpassungen
      • 12.3.4 Vermittlungszahlen
    • 12.4 Resümee
  • 13 Von der Offensive in die Defensive – Der Zentralverband 1923–1938
    • 13.1 Entwicklung bis 1934
      • 13.1.1 Das Wendejahr 1923
      • 13.1.2 Konsolidierung und Reifung – Der Wandel des Zentralverbandes
      • 13.1.3 Abgrenzung vom christlichsozialen Verein
        • 13.1.3.1 Karl Drexel versus Maximilian Brandeisz
        • 13.1.3.2 Appell an Mildtätigkeit versus Kampf um Rechte
        • 13.1.3.3 Antisemitismus versus Internationalismus
        • 13.1.3.4 Zunehmende Lagerbildung
    • 13.2 Entwicklung nach 1934
      • 13.2.1 1934  : Zerschlagung des Zentralverbandes
        • 13.2.1.1 Gleichschaltung unter Heimwehr-Einfluss  : Der Österreichische Kriegsopferverband
        • 13.2.1.2 Reichsbund versus Kriegsopferverband  : konservative Fraktionskämpfe
      • 13.2.2 1936  : Gründung des Einheitsverbandes
        • 13.2.2.1 Vertrauenskrise
        • 13.2.2.2 Symbolische Politik
      • 13.2.3 Resümee  : Die Idee einer einheitlichen Kriegsopfervertretung und ihre Perversion
  • 14 Statistik der Kriegsopfer
    • 14.1 Die Nachkriegsjahre
      • 14.1.1 Die Kriegsbeschädigten
      • 14.1.2 Die Hinterbliebenen
    • 14.2 Die weitere Entwicklung der Zahlen bis 1938
    • 14.3 Die Schäden  : Tuberkulose als Kriegsbeschädigung
    • 14.4 Resümee  : Prognosen und Fakten
  • 15 Statistik der Kriegsopfervereine
    • 15.1 Vereinsmitglieder
      • 15.1.1 Einschluss der Frauen  : Kriegsbeschädigte und Kriegerwitwen
      • 15.1.2 Die Macht des IEG
      • 15.1.3 Ausschluss der Veteranen  : Kriegsopfer und Kriegsveteranen
    • 15.2 Zahlen
      • 15.2.1 Hoher Organisierungsgrad zu Beginn
      • 15.2.2 Zuweisung von Mandaten – Verteilung von Waren  : Kräfteverhältnisse unter den Vereinen
      • 15.2.3 Rückläufige Mitgliederzahlen vor dem Hintergrund der politischen Reaktion. Die Entwicklung bis 1938
    • 15.3 Resümee
  • Anhang
  • 16 Verzeichnis der Tabellen und Diagramme
  • 17 Ergänzende Tabellen
  • 18 Quellen und Literatur
    • 18.1 Literatur
    • 18.2 Quellen
      • 18.2.1 Gedruckte Quellen
      • 18.2.2 Ungedruckte Quellen
      • 18.2.3 Gesetze
        • 18.2.3.1 Gesetze bis 1918
        • 18.2.3.2 Gesetze 1918–1938
        • 18.2.3.3 Gesetze ab 1945
        • 18.2.3.4 Deutsche Reichsgesetzblätter
  • 19 Abkürzungen
  • 20 Register
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