„Berufsstand“ oder „Stand“?
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„Berufsstand“ oder „Stand“?

By Erika Kustatscher
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Book Description

The Constitution of 1 May 1934 saw an attempt made in Austria to create an alternative to parliamentary democracy in the form of an order based on the professional “Stand” (corporation). The failure of this attempt was due to the nature of the “Stand” itself which, as something organically grown, is not accessible to institutionalisation. In reality, the corporation was just a means of enabling conservative thinking, in a much wider sense, to influence politics, a hangover of traditional forms of rule.

Mit der Verfassung vom 1. Mai 1934 wurde in Österreich versucht, der parlamentarischen Demokratie in Gestalt einer berufsständischen Ordnung eine Alternative entgegenzusetzen. Die Versuche ständischen „Aufbaus“ gingen indes ins Leere, weil der Stand seinem Wesen nach etwas natürlich Gewachsenes, einer Institutionalisierung nicht Zugängliches ist. In Wirklichkeit war der Berufsstand nur der Rahmen, konservativem Denken in einem viel umfassenderen Sinn, und nicht ohne Reminiszenzen traditionaler Herrschaft, eine Möglichkeit zu schaffen, die Politik zu beeinflussen.

Table of Contents
  • Erika Kustatscher: "Berufsstand" oder "Stand"? Ein politischer Schlüsselbegriff im Österreich der Zwischenkriegszeit
    • Cover
    • Backcover
    • Impressum
    • ISBN 978-3-205-20341-4 Web-Link zur Buchdetailseite der Printausgabe
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Abkürzungen und Siglen
  • 1. Das Erkenntnisinteresse
    • 1.1 Die geltende Meistererzählung – und was sie offen lässt
    • 1.2 Stand: Der begriffliche Ausgangspunkt
    • 1.3 Das Arbeitsvorhaben
  • 2. Zur Methode
    • 2.1 Der diskursanalytische Ansatz
    • 2.2 Literarische und autobiographische Texte
    • 2.3 Das Textcorpus
  • 3. Der politisch-geistesgeschichtliche Rahmen
    • 3.1 Österreich 1918–1938
    • 3.2 Geistige Anregungen aus den frühen zwanziger Jahren: Othmar Spann, Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi
    • 3.3 Die „Gesellschaftsreform“ auf christlich-sozialer Grundlage
    • 3.4 Die Enzyklika Quadragesimo anno und die katholischen Sozialtheoretiker
    • 3.5 Die Nachbarschaft des faschistischen Italien
    • 3.6 Berufsständische Entwürfe
    • 3.7 Die Verfassung vom 1. Mai 1934
    • 3.8 Die Organe der Bundesgesetzgebung und ihre Besetzung
    • 3.9 Die Maiverfassung in der Analyse kritischer Zeitgenossen
  • 4. Die politisch-gesellschaftliche Lage in der Wahrnehmung bürgerlicher Kreise
    • 4.1 Das „Erbe“ von 1789: Die Französische Revolution als „Urgrund“ von Individualismus, Liberalismus, Kapitalismus und Marxismus
    • 4.2 Kritik an der parlamentarischen Demokratie
  • 5. Der Mensch ist Person
    • 5.1 Für Freiheit und Menschenwürde
    • 5.2 Individualität versus Individualismus
    • 5.3 Freiheit und Ordnung
    • 5.4 Leben und Geist
    • 5.5 Persönlichkeit und Gemeinschaft
    • 5.6 Kultivierung personaler Werte
    • 5.7 Legitimität versus Legalität
  • 6. Standesbewusstsein
    • 6.1 Semantische Unschärfen
    • 6.2 Exkurs: „Stand“ bei Othmar Spann
    • 6.3 Der Stand und das Standesgemäße
    • 6.4 Adel in der Bewährung
    • 6.5 Bauerntum als Ideal
    • 6.6 Die Familie
    • 6.7 Heimatbewusstsein versus Nationalismus
    • 6.8 Österreichbewusstsein versus Nationalsozialismus
  • 7. Die berufsständische Ordnung
    • 7.1 Vorläufige Begriffsbestimmung
    • 7.2 Die christlich-soziale „Gesellschaftsreform“ aus der Sicht der Mandatare
    • 7.3 Exkurs: Das Genossenschaftswesen
    • 7.4 Aspekte der berufsständischen Ordnung
    • 7.5 Probleme der berufsständischen Ordnung
    • 7.6 Stände jenseits der Berufe
  • 8. Staat und Gesellschaft
    • 8.1 Die Gesellschaft als Entfaltungsraum der Person
    • 8. 2 Wesen, Aufgaben und Grenzen des Staates, Verhältnis zu den Ständen
    • 8.3 Das Subsidiaritätsprinzip
    • 8.4 Föderalismus versus Zentralismus
    • 8.5 Das Autoritäre
    • 7.6 Schul- und Volksbildung
    • 8.7 Ständestaat und autoritäres System auf dem Prüfstand
  • 9. Resümee: status ist ordo
  • 10. Anhang
    • 10.1 Mandatare, die für die Fragestellung der vorliegenden Studie relevante Schriften hinterließen
    • 10.2 Mandatare, die mit eigenen Beiträgen in den genannten Periodika vertreten waren
    • 10.3 Ständetheoretiker
    • 10.4 Verfasser ergänzend herangezogener Texte
  • 11. Quellen und Literatur
    • 11.1 Quellen zur politischen Geschichte
    • 11.2 Zeitgenössische Periodika
    • 11.3 Monographische Arbeiten und vermischte Beiträge der Mandatare
    • 11.4 Ständetheoretische und ähnliche Arbeiten
    • 11.5 Ergänzende Quellen
    • 11.6 Forschungsliteratur
    • 11.7 Internetquellen
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